Gefühlt ist dieses Jahr fast noch schneller als die letzten vergangen. Das bestimmende Thema war und ist die Corona-Pandemie. Im März und April legte sie fast das gesamte Geschäftsleben in Deutschland lahm. Dieser starke wirtschaftliche Einschnitt hat viele Unternehmen dazu gebracht, ihre strategische Planung von Grund auf zu überdenken. Schließlich hat sich gezeigt, dass ein unvorhergesehenes Ereignis genügt, um die gesamte wirtschaftliche Existenz ins Wanken zu bringen. Das hat sowohl im privaten Rahmen, aber auch im Unternehmenskontext Spuren hinterlassen. Planungen erfolgen nun eher kurzfristig. Dennoch sind die Werbeausgaben im dritten Quartal bereits deutlich gestiegen. Werbetreibende und Agenturen haben es geschafft, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Zeit für den Endspurt – das E-Commerce-Highlight steht bevor

Dennoch sollte man das vierte Quartal nicht dem Zufall überlassen, sondern die Aufmerksamkeit schon mal auf das E-Commerce-Highlight des Jahres richten: Weihnachten. Die Vorweihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Haben die Menschen den Run auf die Geschenke bisher bevorzugt am Rechner erledigt, kommt dem Smartphone hierbei eine immer wichtigere Rolle zu. Egal, wo sie sich gerade aufhalten, sie sind damit immer nur wenige Klicks von dem Weihnachtsgeschenk für den Bruder, die Tante oder die Großeltern entfernt. Zudem wird digitale Kommunikation einen entscheidenden Beitrag leisten, um Traffic in die Geschäfte zu lenken. Die Werbung wird insofern also nicht darüber entscheiden, ob konsumiert wird, sondern wo und was.

Online-Marketing hochfahren, um Einbußen auszugleichen

Um die möglichen finanziellen Corona-Einbußen wieder auszugleichen, ist es nun an der Zeit, den Jahresendspurt einzulegen und die Kampagnen für das Online-Marketing so auszurichten, dass die Zielgruppen das eigene Webangebot bestmöglich finden.

Klares „Nein“ zu Display-Anzeigen

Selbstverständlich kann man dafür direkt in den Konkurrenzkampf mit anderen Unternehmen einsteigen und mit ihnen um die besten Werbeplatzierungen bei den Displayanzeigen weiteifern. Die Frage ist, wie zielführend dieses Vorgehen ist? Immerhin verschlingen gut platzierte Displayanzeigen immense Kosten. Und dann will auch noch die Gestaltung so sein, dass sie nicht nur die maximale Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern auch die User zum Shoppen animiert. Dabei handelt es sich um eine Mammutaufgabe, insbesondere vor dem Hintergrund der Bannerblindheit, die inzwischen ihren Höhenpunkt in der großen Beliebtheit von Adblockern gefunden hat – ein klarer Nachteil dieser Werbeform.

Sich finden lassen, wo die Menschen suchen

Im Unterschied dazu kann es sehr viel lohnenswerter sein, auf Pull-Marketing-Aktivitäten zu setzen. Der Vorteil ist, dass noch etwas Zeit bis zum großen Shopping-Showdown ist, sodass man jetzt – sollte das noch nicht geschehen sein – Suchmaschinenoptimierung (SEO) für sich nutzen sollte. Beim SEO geht es in erster Linie darum, die eigene Webseite so aufzusetzen, dass sie bestmöglich von der Zielgruppe, die nach den eigenen Produkten sucht, gefunden wird. Entscheidend dafür ist unter anderem die Verwendung von Keywords. Während naheliegende und kurze Keywords oft bereits von den „Platzhirschen“ in einem Bereich besetzt sind, haben kleinere Unternehmen die Möglichkeit, sich über Longtail-Keywords den Weg an die Spitze des Google-Rankings zu bahnen. Hier spielt der Content, den eine Webseite liefert, eine entscheidende Rolle.

Bei Google an die Spitze

Da dieser Effekt sich jedoch nicht von heute auf morgen einstellt, ist Geduld gefragt. Da man genau diese beim Kampf um die Kunden aber nicht hat, sollte man auf die Distribution des Contents achten.

Auf den Wolf im Schafspelz setzen

Native Advertising ist – was das Weihnachtsgeschäft anbelangt – noch eher der Wolf im Schafspelz. Viele trauen der Disziplin nicht zu, es mit der herkömmlichen Bannerwerbung aufnehmen zu können. Dabei übersehen sie jedoch einen ganz entscheidenden Vorteil, den die Ads insbesondere im mobilen Bereich mit sich bringen. Auch wenn die Smartphones mit den Jahren immer größer werden, so ist doch die Fläche für Displaykampagnen begrenzt. Ihre volle Power entfalten sie vordergründig auf dem Desktop. Mobiles Shopping ist jedoch weiter auf dem Vormarsch: 2019 haben 58% der Deutschen einen Einkauf mobil getätigt (vgl. Statista). Native Ads fügen sich ganz natürlich in den Feed einer Webseite ein, sodass ihre Wirkung durch das kleinere mobile Format nicht beeinträchtigt wird. Ganz im Gegenteil, sie wirken sogar noch natürlicher und sorgen daher für mehr Engagement bei den Nutzern.

Native Advertising kann dabei verschiedene Rollen entlang der Customer Journey einnehmen, wobei die nahtlose Integration für den User besonders angenehm ist. Entsprechend hoch sind auch die Leistungswerte. Insofern könnte Native Advertising zum entscheidenden Schachzug im Weihnachtsgeschäft 2020 werden.

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