Babyboomer, Gen-X, Millenials und jetzt die Gen-Z. Was in erster Linie nach simplen Buzzwords in der Marketingbranche klingt, hat dennoch seine Daseinsberechtigung. Jede Generation ist anders und hat seine eigenen Vorlieben und seine eigenen Werte. Werbemaßnahmen, die bei den Babyboomern noch funktioniert haben, können heute katastrophal scheitern.

Die neuen Generationen sind kein Freunde der Werbung. Sie können sich nicht mit Marken abfinden, die sich nur auf Produkte und Dienstleistungen konzentrieren, die verkauft werden müssen. Sie fordern Vielfalt, Ehrlichkeit und Offenheit. Sie sind mobile Konsumenten und weigern sich, an Unternehmen verkauft zu werden.

Die Auswirkungen all dessen sind für Vermarkter fatal. Menschen werden sich in Zukunft nur noch freiwillig mit Marken befassen – oder eben gar nicht mehr. Die Frage, die sich Marken automatisch stellen müssen, lautet: Was interessiert die Menschen eigentlich überhaupt noch? Und wie schaffen wir es, diese Interessen zu bedienen?

Online vs. Offline

Die Aufgabe für Vermarkter, die ein Gen Z-Publikum ansprechen möchten, besteht darin, Kampagnen zu erstellen, die nicht „übersprungen“ werden.

Wenn man die jüngeren Generationen erreichen möchte, ist Online Marketing eine der erfolgreichsten Methode. Der Grund dafür ist simpel. Wir laufen durch die Straßen und schauen dabei auf unsere Smartphone Displays. Plakate, Anzeigentafeln o. ä. werden dabei einfach nicht mehr wahrgenommen. Das generelle Kaufverhalten der jüngeren Generationen verlagert sich in die Onlinewelt. Dabei geht es weniger um direkte Suche bestimmter Artikel, sondern um Entdeckungen und Erfahrungen die der Konsument dabei sammelt.

Hinzu kommt, dass jüngere Generationen mit dem Internet aufgewachsen sind. Sie kennen seine Vor- und Nachteile und wissen, wie sie bestimmte Informationen online finden. Sie wissen aber auch, wie sie bestimmte Informationen (oder ungewollte Werbung) ausblenden können. Sie wollen selbst entscheiden, welche Themen und Inhalte sie konsumieren.

Aus diesem Grund gehören Adblocker zur Standard Ausstattung der jungen Generationen.

Wie auf der offenen Straße werden auch online ungebetene Anzeigen (teilweise sogar schon unterbewusst) ausgeblendet. Disruptive Ads werden geblockt. Eine erzwungene Aufmerksamkeit kann sehr schnell das Markenimage ins Negative ziehen und sorgt im schlimmsten Fall sogar dafür, dass die Marke in Zukunft großräumig gemieden wird.

Marketer müssen umdenken, um in der Online Welt nicht übersprungen oder geblockt zu  werden. Werbung muss wieder sichtbar werden.

Unsichtbar und dennoch Sichtbar?

Aber warum reden wir überhaupt noch über Viewability? Werbung muss immer sichtbar sein. Wie kann sie sonst wirken? Wichtig dabei ist, dass der User noch konsequenter die Kontrolle darüber bekommt, welche Anzeigen er sehen möchte.

Deshalb müssen Anzeigen mit ihrer Unaufdringlichkeit bei ihren Konsumenten punkten. Sie dürfen nicht stören, den Lesefluss eines Lesers nicht unterbrechen, sondern müssen natürlich in ihre mediale Umgebung eingebettet sein. Ein Beispiel bietet hier das Native Advertising. Das herausstechendes Merkmal solcher Anzeigen ist es, innerhalb eines Mediums nicht herauszustechen.

Letztendlich entscheidet meist etwas scheinbar simples, wie die Headline über den Erfolg der Anzeige. Eine Studie von Sharethrough aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass 84% der Jugendlichen nur aufgrund einer Headline auf eine Bild-Text Anzeige bzw. ein Advertorial geklickt haben. Dabei sollte der zielführende Click möglichst nicht aus dem eigentlichen Medium heraus verlinken.

Auch optisch sollte bei der Kreation von Anzeigen eher auf Zurückhaltung gesetzt werden. Schrille Farben, und die Darstellung von Preisen und Produkten sollten gemieden werden. Diese Regelungen gelten Zielgruppen und Generationen übergreifend.

Content is (always) king

Doch nicht nur die optische Aufmachung und Platzierung einer Werbung sind entscheidend, um die richtige Art der Aufmerksamkeit zu generieren. Auch die Glaubwürdigkeit einer Brand oder eines Produktes spielt eine wichtige Rolle für die nachfolgenden Generationen. In Zeiten, der politischen Unzufriedenheit, wo Jugendliche und Erwachsene auf offener Straße für die Umwelt demonstrieren und eine nachhaltigere Wirtschaft fordern ist nichts so entscheidend, wie der Mehrwert eines Unternehmens.

Brands müssen erst eine Vertrauensbasis schaffen, um den Endkonsumenten von einer Dienstleistung oder einem Produkt überzeugen zu können. Die wahre Aufgabe von Markenführung in digitalen Zeiten ist es dabei nicht, ein Thema aus der Taufe zu heben und für sich zu besetzen. Es geht vielmehr darum, eine eigene und frische Dimension zu entfalten, die in der Form nicht schon von zehn anderen 100 Mal vorgekaut wurde.

Wer die Debatte um ein Thema bestimmen will, dem hilft kein Blick aus dem Fenster. Es reicht nicht zu schauen, was gerade heiß ist und was die anderen machen. Auch der fleißigste Datensammler mit den besten Zielgruppen-Insights kann sich daraus allein keine Relevanz bei der Masse schneidern.

Es geht in modernen Markenwelten um mehr als darum, kommerzielle Absichten kommunikativ nett zu verpacken. Man muss sich wirklich Mühe geben, die Menschen zu erreichen und den eigenen Purpose zu vermitteln. Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit inzwischen eine große Rolle.

Mit Native Advertising Ihre Botschaft richtig verbreiten

Wie man diese Ansprüche in einer simplen Anzeige unterbringt ist nicht immer so einfach, wie es zu Beginn erscheinen mag. Der Inhalt sollte authentisch sein, muss bei einer Kaufentscheidung neutral beraten, am besten eine Expertenmeinung beinhalten, einen gewissen Spaßfaktor mit sich bringen, nicht zu werblich sein und zum Nachdenken anregen.

Native Advertising erfüllt alle diese Forderungen. Es ist optisch sowie inhaltlich an die einzelnen Medien angepasst, stellt also keinen Störfaktor beim Konsumieren verschiedener Medien dar. Bei der Contenterstellung wird zumeist deutlich mehr Wert auf die inhaltliche Qualität gelegt. Mehrwert, Abdeckung aller Interessen, und Unterhaltung sind oder sollten zumindest die Grundlage jeder nativen Anzeige sein. Erst dann ist es möglich einen wahrhaftigen Diskurs zwischen Marketern und den jüngeren Generationen als Kunden aufzubauen und ein Vertrauensverhältnis zu schaffen.

Vor allem bei den „Käufern von Morgen“ rückt Branding  immer mehr in den Fokus. Verschiedene Studien bestätigen, dass die Nutzung von Native Advertising zu langfristigen Kundenbeziehungen führt. Auch bleiben Inhalt und Werbebotschaft, sowie die Marke selbst länger im Gedächtnis der Konsumenten haften. Das liegt vor allem an der längeren Auseinandersetzung mit dem Content, sowie dem vorhanden Mehrwert für den Kunden.

Für weitere Informationen zu unseren Produkten und der Bearbeitung ihrer Native Advertising Strategie kontaktieren Sie uns gerne unter info@seeding-alliance.de


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