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Obwohl Native Advertising in der Branche zunehmend an Bekanntheit gewinnt, gibt es trotzdem noch viele Unklarheiten. Wir, als größter Native Advertising Entwickler und Vermarkter in Deutschland, führen daher jährlich eine Umfrage zum Thema Native Advertising durch, um die Stimmung in der Branche einzufangen. Auch in diesem Jahr sind sich die Teilnehmer in vielen zentralen Punkten einig, es gibt aber auch überraschend gegensätzliche Statements.


methodische Hinweise

native und mobile

Gerade bei der Ausspielung auf mobilen Geräten sind sich rund 83% der Teilnehmer einig, dass Native Advertising in Zukunft die dominierende Werbeform sein wird. Ebenfalls deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ist davon überzeugt, dass Native Advertising das Potential hat, höhere Einnahmen zu generieren, als Display Advertising.
Dass Native Advertising in drei Jahren mehr als die Hälfte des digitalen Werbemarktes ausmachen wird, glauben knapp 60% der Umfrageteilnehmer, rund 35% sehen dies allerdings skeptisch.

native Formate steigern Markenbekanntheit

Die Mehrheit der Teilnehmer ist davon überzeugt, dass eine Anzeigenkennzeichnung genügt, um Native Advertising von redaktionellen Inhalten abzugrenzen. Trotzdem sind sich 80% der Befragten sicher, dass klare Richtlinien und Marktstandards die Entwicklung von Native Advertising vorantreiben würden.

PR Branche hat Entwicklung verschlafen

Obwohl sich rund 75% der Befragten darüber einig sind, dass gut aufbereitete Stories in einer Native Ads Kampagne genauso hochwertig sind wie redaktionelle News, sind etwas mehr als die Hälfte der Befragten davon überzeugt, dass es den meisten Nutzern schwerfällt, native Werbeformate von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden.
Auch sind die Befragten unterschiedlicher Meinung darüber, ob Native Ads genauso oft in sozialen Medien geteilt werden, wie redaktionelle Inhalte.
Die Mehrheit der Befragten (75%) ist sich allerdings einig darüber, dass PR Agenturen es bisher verschlafen haben, Kompetenzen für die Erstellung von Content für Native Ads zu erstellen.

Text Bild_Facebook_Google

Dass es mehr Informationsbedarf zum Thema Native Advertising gibt, zeigt die Unsicherheit bei der Einordnung unterschiedlicher Werbeformate. Die Befragten sind sich nicht einig darüber, ob Text Bild Anzeigen oder Facebook Sponsored Posts Native Ads sind. Einigkeit herrscht allerdings darüber, dass Google Werbung nicht zu Native Advertising zählt.

Native Ads und Adblocker

Geteilte Meinungen gibt es ebenfalls darüber, ob die vermehrte Nutzung von Native Ads auch die Nutzung von Adblockern beeinflussen wird.

Das Bedürfnis nach Standards und ein Weckruf

Die Branche ist sich einig darüber, dass Native Advertising in Zukunft den mobilen Werbemarkt dominieren wird. Kleinere Bildschirme, als bei der Desktopnutzung, sowie die Benutzung eines Touchscreens begünstigen den Erfolg von Native Advertising bei der mobilen Internetnutzung. Darüber, wann Native Advertising den gesamten Werbemarkt dominieren wird, herrscht allerdings Unsicherheit. Allerdings waren sich bereits in der Umfrage im letzten Jahr 93% der Befragten sicher, dass der Anteil von Native Advertising am Werbemarkt im Jahr 2020 in Deutschland um 150% ansteigen wird. Die positive Grundstimmung gegenüber Native Advertising hat also seit dem vergangenen Jahr nicht abgenommen.
Bereits im letzten Jahr wünschten sich 60% der Umfrageteilnehmer einheitliche Marktstandards für Native Advertising. In der diesjährigen Umfrage ist das Bedürfnis nach einheitlichen Richtlinien für sogar noch um ca. 20% gestiegen. Die Uneinigkeit darüber, welche Formate zu Native Advertising zählen und welche nicht, unterstreicht das Bedürfnis nach Standardisierung zusätzlich.
Ein interessanter Aspekt der diesjährigen Umfrage ist, dass rund 75% der Befragten davon überzeugt sind, dass PR Agenturen verschlafen haben, die Kompetenz für die Erstellung von Content für Native Ads zu entwickeln. Vielleicht kann unsere Umfrage hier als Weckruf dienen.

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Showing 3 comments
  • Ute Roggendorf
    Antworten

    Ich bin grundsätzlich dafür, dass User eine Orientierungshilfe bekommen, sich im Wirrwarr der heutigen Angebote zurechtzufinden, eine Meinung bilden zu können und gegebenenfalls eine Entscheidung treffen zu können.
    Ich bin aber strikt dagegen, wenn „gut gemachte Stories“ eine eigentlich klare Werbebotschaft unterschwellig machen und bewusst versäumen, Ross und Reiter zu nennen.

    • Anna Oelsner
      Antworten

      Liebe Frau Roggendorf, da stimme ich Ihnen auf jeden Fall zu. Deswegen ist es so wichtig, dass wir in Deutschland klare Richtlinien für Native Advertising etablieren und darin auch eine Kennzeichnungspflicht festhalten.

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