Tauchte zu Beginn des Jahres das Corona-Virus als Thema in den Medien auf, wähnte man es ganz weit weg. Schließlich war das nicht das erste Mal, dass von einer viralen Ausbreitung in China die Rede war. Und auch als vereinzelte Fälle in Deutschland bekannt wurden, glaubten viele daran, dass sich durch eine lückenlose Aufklärung der Infektionsketten die Ausbreitung stoppen und das Schlimmste verhindern ließe. Aller Hoffnungen zum Trotz wurden auch wir von dem Virus betroffen und die Politik betrachtete zunächst einen radikalen Lockdown als einzige zielführende Option, der Pandemie ein Ende zu bereiten. 

Lockdown verursachte unternehmerische Schockstarre

Nahezu der ganze Einzelhandel wurde von gestern auf heute eingefroren. Ein Zustand, den man noch wenige Wochen zuvor für undenkbar gehalten hat. Immerhin wurde die gesamte geschäftliche Infrastruktur dadurch empfindlich geschwächt. Ladenbetreiber hatten plötzlich keine Kunden mehr und mussten erfinderisch werden, um finanziell über die Runden zu kommen. Viele Web-Unternehmen können sich, aufgrund ihres digitalen Geschäftsmodells, glücklich schätzen, allerdings mussten auch von ihnen einige finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Geschlossene Grenzen führten dazu, dass Reisen abgesagt wurden und die Urlaubsplanung erst einmal gar keine Rolle mehr spielte. Auch im Luxus- und Modesegment sind die Umsätze erheblich zurückgegangen. Es wurden in erster Linie nur noch wirklich notwendige Dinge angeschafft. In der unsicheren Zeit lautete die Devise: Geld zusammenhalten und bestenfalls sogar noch einige Euro sparen. Immerhin wusste und weiß nach wie vor niemand, wie sich die Gesamtsituation weiterentwickelt.

Einsparungen machten auch vorm Marketing nicht Halt

Ebenfalls hat die flächendeckende Verunsicherung beim Online-Marketing Spuren hinterlassen. Marketing-Budgets wurden mit sofortiger Wirkung eingefroren. Dem Gedanken, in der Krise auf Sparmodus umzuschalten, ließen auch werbetreibende Unternehmen Taten folgen. Schließlich entfällt ein nicht unerheblicher Teil der Unternehmensausgaben aufs Marketing, sodass sich hier viel Geld einsparen lässt.

Heute wissen Politik und Wirtschaft mehr. Aus jetziger Perspektive würde ein Lockdown nicht mehr so flächendeckend umgesetzt werden. Zudem hätte es je nach Branche sehr viel sinnvoller sein können, das Marketingbudget während dieser Zeit hochzufahren. Informationsmedien erlebten einen sagenhaften Boom. Selten zuvor konnten sie vergleichbare Reichweiten genieren. Die Unwissenheit mit Blick auf das Virus hat den Wissenshunger der Menschen deutlich angeregt. Egal, ob im Fernsehen, Radio oder online – überall wollte man sich darüber informieren, wie es weiter geht, womit man noch zu rechnen hat, wann der Lockdown ein Ende hat und wann man endlich wieder ins Ausland reisen darf. Nichts wollte man verpassen und immer auf dem neuesten Stand des aktuellen Geschehens bleiben. Vom Run auf die Medien hätten dementsprechend also auch Werbetreibende profitieren können, wenn sie in diesem Umfeld auf sich aufmerksam gemacht hätten. Studien von Seeding Alliance zeigen, dass die Bereitschaft sich mit werblichen Inhalten zu beschäftigen, auch unter Corona sehr hoch war.

Lust auf Marketing kam zurück

Nachdem die Schockstarre, die gesellschaftlich eine ebenso rasante Ausbreitung wie das Virus selbst erlebte, im Juni nachzulassen begann, nahm das Interesse an Marketingaktivitäten wieder zu. Man pirschte sich ganz vorsichtig mit Performance-Marketing daran, verlorene Umsätze wieder aufzuholen. So gelang es erst mal wieder Aktivität zu zeigen, gleichzeitig aber das Budget ganz genau im Auge zu behalten.

Mit der Zeit hat das Corona-Virus an Schrecken verloren, auch wenn die Zahlen derzeit wieder steigen. Glücklicherweise sind die Todes- und Hospitalisierungsraten in Deutschland kontinuierlich auf niedrigem Niveau geblieben. Im Gegenzug steigt die Marketingbereitschaft wieder an. Der Herbst ist da und obwohl die Infektionszahlen erneut ansteigen, lassen sich die Unternehmen – im Augenblick – noch nicht davon beeindrucken und forcieren ihre Marketing-Aktivitäten. Während das Marketing bis dato in erster Linie auf dem Abverkauf abzielte, spielen Image und Awareness nun wieder eine Rolle. Denn im Gegensatz zum Performance-Marketing müssen Unternehmen wieder vermehrt darum buhlen, welches Produkt von welcher Marke verkauft wird. Zwar wollen die Menschen immer noch wissen, wie sich die Ausbreitung des Virus entwickelt, aber sie wollen auch ihren Konsumhunger stillen. Der informelle Overload dieses Themas hat seine Spuren hinterlassen. Man kann zwar nicht die Augen davor verschließen, aber das Leben geht weiter und andere Aspekte gewinnen an Bedeutung.

Mit Expertenwissen für positives Branding sorgen

Egal, ob für Neueinsteiger oder erfahrene Native-Ad-Werber, nun ist ein guter Zeitpunkt, im Rahmen von hochwertigen Advertorials das eigene Expertenwissen unter Beweis zu stellen und an prominenter Stelle positives Branding zu betreiben. Durch die Cost-per-View-Abrechnung lassen sich die Kosten für diese Werbemaßnahme im Blick behalten und passende Zielgruppen adressieren.

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